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Case IH Stroh häckseln und verteilen in Perfektion

06 Dez 2016

„Duales Häckselsystem“ X-tra Chopping für 240er Axial-Flow® überzeugt

Gut aufgefasertes Stroh, einheitlich kurze Schnittlänge und gleichmäßige Verteilung für optimale Strohrotte / Geringe Intensität bei Stroheinarbeitung erforderlich / Rasche Strohrotte dämmt Übergang von Fusarien auf Folgekultur ein / X-tra Chopping System bei 240er Baureihe nachrüstbar

Die Case IH Mähdrescher der 240er Baureihe mit bis zu 635 PS und Schneidwerken bis zu 12,5 Meter Arbeitsbreite bieten Höchstleistungen. Damit gehen auch besondere Anforderungen an die Häckselqualität und Strohverteilung einher, wenn das Stroh nicht abgefahren wird. Um hier optimale Ergebnisse sicherzustellen, hat Case IH das „duale Häckselsystem“ X-tra Chopping System entwickelt. Dieses hat in der Erntesaison 2016 bereits sein Potenzial unter Beweis gestellt. Hier gelangt gut aufgefasertes Stroh mit einer durchschnittlichen Länge von 50 Millimetern und hoher Verteilgenauigkeit über die gesamte Breite auf den Boden. Dabei sorgen die kurzen Häcksellängen nicht nur dafür, dass die nachfolgende Stroheinarbeitung in den Boden mit vergleichsweise geringer Intensität erfolgen kann, sondern sie ermöglichen auch in Systemen mit Minimalbodenbearbeitung und Direktsaat eine wirksame Strohrotte.

Guter Start für die Folgefrucht
Wenn das Stroh nicht abgefahren wird, beginnen schon mit dem Häckseln die Vorbereitungen für die Folgefrucht. Dabei müssen schlecht verrottende Strohpolster vermieden werden, die im Übrigen auch ein Herd für Fusariuminfektionen sein können. „Die Intensität der nachfolgenden Bodenbearbeitungsgänge hängt ganz wesentlich von der Qualität der Strohzerkleinerung und -verteilung bei der Ernte ab. Fehler, die hier gemacht werden, können später auch mit großen Anstrengungen bei Bodenbearbeitung und Sähtechnik nicht mehr ausgeglichen werden“, begründet Andreas Retting, Produkt Marketing Manager Erntetechnik, den intensiven Einsatz der Ingenieure bei Case IH für bestmögliche Häckselergebnisse.

Bei Einsatz des X-tra Chopping Systems gelangt das Stroh zunächst in den internen, mit 3.000 U/min laufenden MagnaCut Häcksler, bei dem die Gegenmesser auf maximal 25 Prozent eingeschwenkt sind. Von dort geht es über neu installierte Deflektoren zu dem zweiten, hinten am Mähdrescher montierten Häcksler. Hier wird die Spreu vom Siebkasten mit dem vorgehäckselten Stroh vermischt, die ganze Masse zerhäckselt und über einen starken Luftstrom, der mit den auf den Rotor montierten Luftflügeln produziert wird, über die gesamte Arbeitsbreite verteilt. Der Verteiler selbst besteht aus einer linken und einer rechten Hälfte, über deren unterschiedlich einstellbare Höhenposition die Strohverteilerbreite eingestellt wird. Dies erfolgt elektrisch über die dafür vorgesehenen Knöpfe auf der rechten Bedienkonsole in der Kabine des Mähdreschers. Durch die unterschiedliche Höheneinstellung kann effektiv auch gegen Seitenwinde verteilt werden. Bei der Schwadablage dient der Verteiler als Rutsche, um das Schwad vorsichtig auf den Stoppel abzulegen. Der Siebkastenabgang wird auch bei Schwadablage verteilt.

Verlässlich höchste Häckselqualität
Der für die hohen Stroherträge in Europa ausgelegte Häckselrotor verfügt über acht Reihen mit insgesamt 96 umkehrbaren, gehärteten Messern. Die Gegenmesser können nach Bedarf eingestellt werden. Der Häcksler wird über Riemen mit einer konstanten Geschwindigkeit von 3.250 U/min angetrieben. Dies erfolgt über dieselbe Antriebswelle, mit der auch der interne Häcksler angetrieben wird. Neben der Standardgeschwindigkeit von 3.250 U/min für die meisten Druschfrüchte steht mit 1.200 U/min für die Maisernte auch eine geringere Geschwindigkeit zur Verfügung. Zwölf Luftflügel garantieren den erforderlichen Luftmassenstrom, wobei die Luftmassengeschwindigkeit der entscheidende Faktor für die perfekte Strohverteilung über die gesamte Breite ist. Mit 35 Millimetern beziehungsweise 50 Millimetern sind zwei verschiedene Luftflügelgrößen verfügbar. Die 35 Millimeter Flügel kommen bei Schneidwerken bis 9,1 Meter Breite und die 50 Millimeter Flügel bei allen größeren Schneidwerken zum Einsatz.


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