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Case IH setzt zum 175. Jahrestag seiner Unternehmensgründung mit einem Autonomen Traktor Akzente auf der SIMA in Paris

23 Jan 2017

Das fahrerlose Magnum-Traktorkonzept feiert sein Europa-Debüt / Dieser Traktor besitzt das Potenzial, Landwirte von langen Arbeitstagen auf dem Feld zu entlasten / Ebenfalls im Fokus die jüngsten Quantum, Luxxum und Maxxum Modelle plus die neueste Precision Farming Technologie / Jubiläumsjahr 2017: Vor 175 Jahren wurde 1842 in Racine, Wisconsin, der heutigen Produktionsstätte des Magnum, die JI Case Threshing Machine Company gegründet

Auf der ersten großen internationalen Messe im Jahr seines 175-jährigen Bestehens präsentiert Case IH europäischen Landwirten die jüngste Entwicklung seines Innovationsteams - den autonomen Magnum Traktor, der auf der US Farm Progress Show im vergangenen Herbst Premiere hatte. Das einzigartige Konzeptfahrzeug wird am Case IH Messestand auf der Landwirtschaftsmesse SIMA in Paris zu sehen sein - eingerahmt von den jüngsten Markteinführungen einschließlich der aktuellen Quantum, Farmall C und Maxxum-Modelle, des neuen Luxxum, der aktualisierten Rund- und Quaderballenpressen sowie der neuesten Precision Farming Technologie.

Schon heute verbessern die automatische Lenkung und andere automatisierte Maschinenfunktionen die Arbeitsbedingungen der Landwirte. Dennoch sind lange Arbeitstage auf dem Feld oft unausweichlich, während es zunehmend schwieriger wird, ausreichend qualifizierte und erfahrene Mitarbeiter für diese Aufgaben zu gewinnen. Das Autonome Konzeptfahrzeug (ACV) ist darauf ausgelegt, die Fahrer von langen Arbeitstagen auf dem Fahrersitz zu entlasten, so dass sie effizienter im Betrieb eingesetzt werden können. Es ermöglicht sogar unbemannte Arbeitseinsätze rund um die Uhr, kann sich auf Basis entsprechender Daten selbsttätig auf Witterungsereignisse einstellen und im Verbund mit anderen Maschinen des Betriebs arbeiten. Das ACV wurde im Rahmen der SIMA Innovation Awards mit einer Silbermedaille ausgezeichnet.

Es übernimmt Motor, Getriebe, Chassis und Gerätekupplungen von der Magnum Standardversion und bietet dank RTK GPS eine Wiederholbarkeit der Lenkgenauigkeit von unter 2,5 cm. Die ACV-Entwicklung besitzt das Potenzial, die oben genannten Probleme zu überwinden und ermöglicht es Landwirten und ihren Mitarbeitern, ihre Arbeitszeit für weniger ermüdende Aufgaben zu nutzen. Damit unterstützt und fördert es die Landwirtschaft und ihre Beschäftigten. Erreicht wird dies durch eine Konstruktion, die eine fernbetätigte Programmierung, Steuerung und Überwachung des Traktors von einem Tablet oder Desktop-Computer aus gestattet. Für höchste Sicherheit sorgt die Sensor-, Radar- und Laser-basierte LiDAR-Technologie, die in das neu gestylte, kabellose Design integriert ist. Sofern die Felder durch private Wege verbunden sind, lässt sich das ACV so programmieren, dass es selbsttätig zu einem anderen Feld wechselt. Es kann seine Arbeit bei einer Wetterwarnung abbrechen und zu einem weiteren Feld fahren, das noch trocken ist. Gegenwärtig ist das ACV noch ein Konzeptfahrzeug, doch seine Technologien lassen sich mühelos für die neuen herkömmlichen Traktoren der Zukunft übernehmen. Und sie eignen sich für kleinere Traktoren – die zum Beispiel in Obstanlagen im Einsatz sind – ebenso wie für Maschinen von der Größe eines Magnum.

Dies zeigt sich auch in der schon verfügbaren, neuen Precision Farming Technologie, die Case IH auf der SIMA vorstellt, wie zum Beispiel der AccuTurn-Funktion, einer neuen Traktoroption, die das Wenden am Vorgewende und Einfahren in die nächste Spur automatisiert. Ebenfalls gezeigt werden die Vorteile des Case IH RTK+ Netzwerks, das eine nahtlose Korrektursignal-Abdeckung mit RTK-Genauigkeit und maximaler Verfügbarkeit gewährleistet.

Zahlreiche neue Traktormodelle und Updates haben ebenfalls ihr Debüt auf der Messe, ebenso wie der Traktor des Jahres 2017, der Optum CVX mit 270 bzw. 300 PS. Wahlweise in Standardausführung, mit Multicontroller oder stufenlosem CVX-Getriebe erhältlich, überzeugen die jüngsten Maxxum Modelle durch ein neues Styling, die neue Beleuchtung, eine einteilige Windschutzscheibe, ein überarbeitetes Lenkrad, verschiedene neue Sitzoptionen und ISOBUS-Optionen der Klasse II/III, eine verbesserte Vorderachsfederung sowie die optionale Motorbremse. Größere Kotflügel ermöglichen die Verwendung von 650/65R38 Reifen und als Getriebeoptionen stehen ein vierstufiges Teillastschaltgetriebe mit 16x16 Gängen und 40 km/h oder mit 17x16-Gängen und 50 km/h sowie ein 32x32-Getriebe mit Kriechganggetriebe oder ein stufenloses CVX-Getriebe zur Auswahl. Mit diesen Modellen kompatible Arbeitsgeräte können mittels ISOBUS über das AFS-Terminal betätigt werden und auf Traktoren der Klasse III können diese Arbeitsgeräte ebenfalls bestimmte Traktorfunktionen steuern.

Die neue Luxxum Baureihe umfasst drei Modelle mit 99, 107 und 117 PS (Nennleistung), der Abgasstufe IV und dem Case IH Hi-eSCR System. Ihr Getriebe ist ein neu entwickeltes 32x32 Lastschaltgetriebe mit vier Gangbereichen, Powershuttle und vollautomatischer Schaltung der Gänge - ebenfalls neu sind verschiedene Optionen für die Vorderachs- und Kabinenfederung. Die Multicontroller-Bedienarmlehne mit Joystick der Traktoren kann einen separaten Frontlader-Joystick mit integrierten Getriebeschaltfunktionen enthalten.

Für die Modelle der Baureihe Farmall C mit 86-114 PS hält das Jahr 2017 zahlreiche Updates, einschließlich einer Multicontroller-Option für mehr Fahrerkomfort, einer Konstantdrehzahlfunktion und auf Wunsch einer gesteigerten Hubkraft des Heckhubwerks bereit. Sie profitieren zudem von 40 km/h Höchstgeschwindigkeit bei reduzierter Motordrehzahl und einer wahlweise ab Werk erhältlichen Frontlader-Vorrüstung.

Ebenfalls neu sind die überarbeiteten Quantum Traktoren mit 65-105 PS in den Ausführungen V (Weinberg) und F (Obstbau): Sie bestechen durch ihr neues Styling, einen überarbeiteten Kabineninnenraum und neu gestaltete Bedienelemente. Optional sind ein neues Zwischenachs-Steuergerät, eine High-Flow-Hydraulikpumpe, ein für Pflanzenschutzmaßnahmen umschaltbarer Kabinenfilter und ein integriertes Fronthubwerk mit Frontzapfwelle erhältlich.

Außerdem wird Case IH auf der SIMA die Feierlichkeiten anlässlich seines 175-jährigen Bestehens eröffnen. Jerome Increase Case gründete die JI Case Threshing Machine Company im Jahr 1842 in Racine, Wisconsin, USA. 1984 entstand Case IH aus dem Zusammenschluss von Case IH und der Landmaschinensparte von International Harvester und wurde im Jahr 1994 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. 1999 erwarb Fiat die Case Corporation und dessen Marke Case IH und schuf das Unternehmen CNH, das zum heutigen CNH Industrial wurde. Ebenfalls im kommenden Jahr jährt sich zum dreißigsten Mal die Markteinführung der Magnum Traktoren - der einzigen Traktorfamilie, die bis heute in Racine gebaut wird.


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